Ist Apfelessig wirklich so gesund?

Abgelegt in  Ernährung

Schon unsere Großmütter wussten, dass Apfelessig im Haushalt vielseitig einsetzbar ist.
Ebenso wie andere Essigsorten, eignet sich Apfelessig hervorragend als Reinigungs- und Konservierungsmittel und findet Anwendung in der Küche, wenn es um das Würzen von Lebensmitteln geht.

In der Naturheilkunde taucht Apfelessig immer wieder als alternatives Heilmittel auf, das verschiedenste Beschwerden lindern soll. Nun stellt sich die Frage, ob Apfelessig wirklich so gesund ist und es sich lohnt, das saure Gebräu anzuwenden? Bevor man sich von der Wirkung des Apfelessigs zu viel verspricht, sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Wirkung von Apfelessig nicht wissenschaftlich belegt ist.

Apfelessig besteht aus Wasser, Essigsäure und einigen Mineralstoffstoffen, wobei der Kalium-Anteil verhältnismäßig hoch ist. Apfelessig kann sowohl äußerlich als auch innerlich zur Anwendung kommen. Äußerlich angewandt soll Apfelessig antibakteriell und abschwellend wirken. Essig-Kompressen oder ein Essig-Umschlag mit Handtüchern sind für diese Anwendung, beispielsweise bei Prellungen oder Insektenstichen, geeignet. Ebenso wird Apfelessig-Anwendungen bei Akne und leichten Hautverletzungen ein positiver Effekt nachgesagt. Trockenen Haaren kann  nach dem Waschen mit einer zehnminütigen Apfelessig-Kur gut tun. Anschließend sollte der Essig gründlich ausgespült werden.

Wer unter einer empfindlichen Haut leidet, sollte wegen des hohen Säuregehaltes von Apfelessig-Anwendungen allerdings besser Abstand nehmen.

Innerlich angewandt soll Apfelessig über eine entschlackende und entgiftende Wirkung verfügen. Auf den appetitstillenden Effekt des sauren Getränks zurückzuführen ist die These, dass Apfelessig beim Abnehmen im Rahmen einer Diät helfen soll. Letztere Aussage ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt.

Da Apfelessig entschlackend wirken soll, lohnt es sich, bei Verdauungsproblemen eine mehrwöchige Apfelessig-Kur auszuprobieren. Auch diese medizinische Wirkung konnte bislang nicht nachgewiesen werden. So kann der Versuch einer Apfelessig-Kur der Gesundheit zuliebe aber auch nicht schaden.

Unsere Meinung: Die Medizin kann oft eine Wirkung nicht bestätigen, was man von dem Gegenteil mindestens ebenso oft behaupten könnte.

Apfelessig sollte am besten morgens auf nüchternen Magen getrunken werden. Hierzu werden 1-2 Teelöffel Apfelessig mit etwa 200 ml Wasser oder Mineralwasser vermischt. Wem dieser saure Geschmack nicht behagt, kann dem Getränk etwas Honig beimischen. Anschließend sollte allerdings ausgiebig gefrühstückt werden, damit der Magen unter der Essigsäure nicht unnötig zu leiden hat.

Zum Schutz der Zähne sollte Apfelessig keinesfalls pur getrunken werden, da der Zahnschmelz durch die Säure geschädigt werden könnte. Wer sich überhaupt nicht an den sauren Geschmack des Apfelessigs gewöhnen kann, kann auch auf Apfelessig Kapseln zurückgreifen.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • TwitThis
  • Facebook
  • Webnews
  • Folkd

Einen Kommentar dazu schreiben: