Regelmäßige sportliche Betätigung bietet einen wirksamen Schutz vor Krankheiten. Außerdem verbessert Sport die Lebensqualität und fördert das Wohlbefinden des Körpers.
Diese Aussagen sind sicher schon lange bekannt und mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. Doch was ist zu beachten, wenn Menschen bereits erkrankt sind? Dürfen sich auch kranke Menschen ausnahmslos sportlich betätigen?
Bei erkrankten Menschen stellt sich meist nicht die Frage, ob Sie Sport treiben können, sondern welche Art von Sport für sie gesund ist. Selbst Menschen, die an Krebs erkrankt sind und sich einer Therapie unterziehen lassen müssen, können an einem individuellen Sportprogramm teilnehmen. Allerdings sollte das Training vor Trainingsbeginn auf den kranken Menschen abgestimmt werden. Von einem 42 Kilometer langen Marathonlauf sollte während der Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung besser Abstand genommen werden.
Viel besser sind Ausdauersportarten wie Wandern, Nordic Walken, Fahrradfahren, Gymnastik oder Schwimmen geeignet. Diese Sportarten fördern sowohl die Beweglichkeit des Körpers und bauen zudem die Leistungsfähigkeit des Körpers langsam wieder auf. Vor Beginn der Sporttherapie sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden, zusätzlich stehen im Internet zahlreiche Gesundheitsinformationen zur Verfügung.
Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates oder Herz- und Kreislauferkrankungen sieht es ganz ähnlich aus. Wer an einer entzündlichen Rheumaerkrankung leidet, sollte besser gelenkschonende Sportarten betreiben. Hierunter fallen beispielsweise Schwimmen, Unterwassergymnastik, leichte Gymnastikarten oder Fahrradfahren.
Ein leichtes Training würde die Muskulatur stärken und dennoch die Gelenke schonen.
Wer bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat, sollte besonders vorsichtig mit dem Training beginnen. Seit einigen Jahren gibt es spezielle Herzsport-Gruppen, die unter Anleitung und Aufsicht ein Training absolvieren, das für Menschen mit Herzerkrankungen geeignet ist.
Sobald sich körperliche Beschwerden wie Atemnot, Brustschmerzen, ein Druckgefühl in der Brust, plötzliche Schwäche oder starkes Herzklopfen bemerkbar machen, sollte der Trainer so schnell wie möglich informiert werden.