mate teeDie Indios kannten schon die anregende, harntreibende, sowie appetit- und entzündungshemmende Wirkung des Matetees vor über tausend Jahren. Als die ersten Jesuiten in das heutige Paraguay kamen, erkannten auch sie die guten Eigenschaften des Tranks und förderten lange Zeit den Mate-Anbau. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam die Pflanze erstmals den langen Weg über das Meer nach Portugal und begeistert seitdem den Rest der Welt. Der Matetee – eine kleine Erfolgsgeschichte einer großen Pflanze.

Gewonnen wird der Tee aus den Blättern des Matebaums, lateinisch: Ilex paraguariensis. Wie schon  der lateinische Name sagt, gehört er zur Familie der Stechpalmengewächse. Die Blätter kommen getrocknet, geröstet oder auch ungeröstet, zerkleinert und pulverisiert in den Handel. Die frischen Zweige werden zum Rösten für einige Sekunden über einem Holzfeuer erhitzt. Dann werden sie getrocknet und gelagert, je nach dem wie lange, ist der Geschmack herb, etwas bitter oder leicht rauchig.

Es ist das Nationalgetränk in etlichen Ländern Südamerikas, mehr als 100.000 Tonnen werden von den Bewohnern jährlich verbraucht. Die Südamerikaner machen aus dem Genuss ein Ritual (ähnlich wie die Briten mit ihrem Tee). Sie füllen Mate in einen ausgehöhlten Kürbis, die Cuia und übergießen ihn mit heißem Wasser. Den Aufguss schlürfen sie dann mit der Bombilla, einem Silberröhrchen mit einem Sieb am Ende. Natürlich gibt es auch schön bemalte Trinkgefäße.

Auch ohne diese Ausstattung kann man sich einen leckeren Tee zubereiten: Einen Teelöffel Mate mit einer Tasse heißem, nicht mehr sprudelndem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Es gibt Matetee natürlich auch im praktischen Filterbeutel.

Nun zur Gesundheit:  Mate ist nicht nur ein  Genussmittel, sondern auch ein zugelassener Arzneitee.  Mate ist beispielsweise wegen seiner harntreibenden Wirkung Bestandteil mancher Blasentees.

Außerdem finden sich im Matetee neben Koffein reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Aber das Koffein gelangt nur langsam ins Blut, weil Mate auch bestimmte Gerbstoffe enthält. Dadurch ist der belebende Effekt mild, hält aber länger an. Diese Wirkung des Koffein soll auch bewirken, dass man mit Mate gut abnehmen könnte. Mediziner führen das darauf zurück, dass durch den gleichmäßig niedrigen Spiegel an Koffein der Körper in einen angenehm angeregten Zustand versetzt würde, Hungergefühle würden dann nicht oder weniger intensiv verspürt.

Es gibt sogar etliche Studien von amerikanischen Universitäten, die festgestellt haben, dass unter Laborbedingungen bestimmte Substanzen im Matetee Darmkrebs bekämpfen. Es ist aber noch nicht  erforscht, ob sich diese Wirkung im lebenden Organismus bestätigt.

MATE – vielseitiger Tee aus der Traditionspflanze aus Südamerika
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