{"id":800,"date":"2014-05-05T08:30:05","date_gmt":"2014-05-05T08:30:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pet-fit-shop.com\/blog\/?p=800"},"modified":"2021-01-01T18:05:24","modified_gmt":"2021-01-01T17:05:24","slug":"der-platz-eines-hundes-in-der-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/hunde\/der-platz-eines-hundes-in-der-familie.html","title":{"rendered":"Der Platz eines Hundes in der Familie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6014\" src=\"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-300x200.jpg\" alt=\"Hund\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-460x307.jpg 460w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/dog-514349_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u201eMein Hund ist f\u00fcr mich wie ein Kind!\u201c &#8211; solche oder \u00e4hnliche Aussagen h\u00f6rt man von Hundebesitzern des \u00d6fteren. Viele Hunde schlafen im Bett ihres Herrchens oder Frauchens, haben einen eigenen Platz am Sofa und f\u00fchren auch sonst ein Leben als vollwertiges Familienmitglied. Im Grunde ist das bestimmt auch nicht verkehrt, schlie\u00dflich brauchen Hunde als Rudeltiere den engen sozialen Anschluss an ihre Familie dringend f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben. Allerdings gibt es klare Grenzen, die eingehalten werden m\u00fcssen, damit das Zusammenleben von Hund und Mensch wirklich glatt l\u00e4uft und f\u00fcr alle positiv und gewinnbringend gestaltet werden kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Sozialstruktur \u2013 im Rudel und in der Familie<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst einmal eines vorab: Der Hund ist \u2013 auch nach Jahrtausenden der Domestizierung \u2013 immer noch ein Raubtier. \u201eVerwildern\u201c Hunde, finden Sie sich schnell genau wie ihre wilden Vorfahren in streng strukturierten Rudeln zusammen, jagen erfolgreich und zeigen das Raubtier in sich nur zu deutlich. Diese scheinbar unkomplizierte Umstellung kommt daher, dass Hunde auch im Zusammenleben mit dem Menschen ihre urspr\u00fcnglichen Sozialstrukturen weitgehend beibehalten \u2013 nur eben auf die Menschen-Familie \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Denn auch im \u201eMenschenrudel\u201c braucht der Hund einen \u201eRudelf\u00fchrer\u201c, er wird seine \u201eRudelmitglieder\u201c besch\u00fctzen, aber auch versuchen, seinen Status innerhalb des Rudels zu verbessern, wenn sein gegen\u00fcber Schw\u00e4che zeigt \u2013 schlie\u00dflich ist eine gute Stellung im Rudel essenziell: Rangh\u00f6here Mitglieder bekommen einen gr\u00f6\u00dferen Anteil der Jagdbeute. Zwar ist das Bed\u00fcrfnis eines Hundes, selbst Rudelf\u00fchrer zu werden unterschiedlich ausgepr\u00e4gt, kann aber prinzipiell bei jedem noch so lieben Hund zum Problem werden \u2013 deshalb ist es unabdingbar, dem vierbeinigen Familienmitglied seine Rolle im Rudel klar zu machen und daf\u00fcr zu sorgen, dass diese auch beibehalten wird. Und das funktioniert im Familienverband genau wie im Hunderudel eben nur durch klare Regeln und Grenzen.<\/p>\n<h2>Dominanz und Unterw\u00fcrfigkeit<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, ist das Bed\u00fcrfnis eines Hundes, seinen Status im Rudel zu verbessern, von seinem Charakter abh\u00e4ngig. Manche Hunde sind dominanter, sie versuchen schnell zum Chef im Rudel aufzusteigen. Unterw\u00fcrfige Tiere hingegen sind weniger ehrgeizig, was aber noch lange nicht hei\u00dft, dass sie die Gelegenheit zum Aufstieg nicht ergreifen w\u00fcrden, wenn sie sich ihnen bietet.<\/p>\n<p>Ob der Vierbeiner eher dominant oder eher unterw\u00fcrfig ist, kann im Prinzip schon bei ganz jungen Hunden einfach ausgetestet werden. Dazu wird der Hund in einer ungest\u00f6rten Situation auf den R\u00fccken gedreht, mit der Hand auf dem Brustkorb. Ein vom Grundcharakter her unterw\u00fcrfiger Hund wird es mit sich geschehen lassen und einfach abwarten. Ein dominanteres Tier wird versuchen sich zu befreien, hierf\u00fcr vielleicht auch versuchen zu bei\u00dfen und \u00e4hnliches. Dieser Charakterzug ist angeboren \u2013 Der Unterschied liegt darin, wie man damit umgeht.<\/p>\n<p>Unterw\u00fcrfige Hunde lassen sich leichter erziehen, sind oft aber auch unsicherer. Sie sind die Beta-Tiere, die zufrieden damit sind, Mitglied im Rudel zu sein und nur dann Anspr\u00fcche laut werden lassen, wenn Ihr Besitzer sie v\u00f6llig f\u00fchrungslos l\u00e4sst. Ein dominanter Hund hingegen macht es seinem Besitzer oft schwerer, er braucht ganz klare, feste Grenzen. Machtk\u00e4mpfe entstehen h\u00e4ufig schon im Kleinen, verlieren Sie hier die Frage, ob der Hund auf das Sofa darf oder nicht, kann es ihnen schnell passieren, dass er das Sofa als sein pers\u00f6nliches Revier erkl\u00e4rt, und Ihnen oder G\u00e4sten kaum noch erlaubt, sich \u201edazu\u201c zu setzen. Nat\u00fcrlich sind die Gesten der Dominanz nicht immer so eindeutig, oft entwickeln sie sich erst im Laufe vieler Jahre schleichend. Aber am besten ist es, sie so schnell wie m\u00f6glich zu erkennen und zu unterbinden, damit Sie und Ihre Familie sich keinem unn\u00f6tigen Risiko aussetzen.<\/p>\n<h2>Erziehung hilft, Gef\u00e4hrdungssituationen zu vermeiden!<\/h2>\n<p>Und von Risiko zu schreiben, ist hier keineswegs \u00fcbertrieben: Wie bereits erw\u00e4hnt, sind Hunde letztlich immer noch Raubtiere. Verteidigt ein Hund seine Position im Rudel beispielsweise gegen ein Kleinkind und bei\u00dft dabei eventuell auch zu, ist das f\u00fcr ihn nur nat\u00fcrlich, f\u00fcr das betroffene Kind aber unter Umst\u00e4nden lebensgef\u00e4hrlich \u2013 selbst wenn der Hund keine Verletzungsabsicht hatte! Was mit einem als am\u00fcsant empfundenen Verteidigen des Couch-Platzes angefangen hat, endet nicht selten damit, dass ein \u201eaggressiver\u201c Hund im Tierheim landet.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re das in den meisten F\u00e4llen gar nicht n\u00f6tig, wenn Besitzer ausreichend Energie in die Erziehung ihres Vierbeiners stecken w\u00fcrden. Denn gerade bei Hundebesitzern, die ihren Hund als \u201eIhr Kind\u201c bezeichnen, fragt man sich so manchmal, warum sie seiner Erziehung nicht ebenso viel M\u00fche zukommen lassen, wie sie es bei einem Menschenkind vermutlich t\u00e4ten. Dabei sollte es eigentlich selbstverst\u00e4ndlich sein, dass ein Hund die Grundkommandos \u201eKomm\u201c, \u201eSitz\u201c, \u201eBleib\u201c, \u201eAus\u201c zuverl\u00e4ssig beherrscht. Denn ein Vierbeiner, der sich beispielsweise nicht abrufen l\u00e4sst, kann auch v\u00f6llig ohne Aggressionen zu zeigen durch seinen puren \u00dcberschwang eine Gefahr f\u00fcr Gehbehinderte, Senioren, Kinder oder andere Tiere sein.<\/p>\n<p>Oft macht es auch Sinn, einen Kurs in einer Hundeschule zu besuchen, denn hier lernen nicht nur die Hunde die Kommandos, sondern auch die Hundebesitzer, wie sie ihre Autorit\u00e4t gegen\u00fcber ihrem Hund wahren. Denn so manche einfache Geste, wie beispielsweise eine zugewandte, herab gebeugte Haltung zur Begr\u00fc\u00dfung, kann f\u00fcr einen dominanten Hund bereits eine Einladung zur \u201eMacht\u00fcbernahme\u201c sein. Wenn Sie sich Unterst\u00fctzung durch eine Hundeschule holen, dann sorgen Sie am besten daf\u00fcr, dass nicht nur ein Familienmitglied, sondern nach M\u00f6glichkeit alle daran beteiligt sind. Nur so ist gew\u00e4hrleistet, dass der Hund immer den niedrigsten Rang in der Rangfolge des \u201eFamilienrudels\u201c inne hat.<\/p>\n<h2>Rangniedrigstes Familienmitglied \u2013 und trotzdem gl\u00fccklich!<\/h2>\n<p>Denn auch wenn es f\u00fcr uns Menschen zun\u00e4chst grausam klingt, ist der Platz eines Hundes in der Familie doch der, mit dem niedrigsten Rang. Das hei\u00dft keinesfalls, dass Sie ihren Hund weniger lieben sollen, sondern nur, dass Sie und die anderen menschlichen Familienmitglieder zu entscheiden haben \u2013 nicht der Vierbeiner. Denn als rangniedrigstes Mitglied zeigt ein Hund genau die Eigenschaften, die man von einem \u201eguten\u201c Hund erwartet: Gehorsam, Anh\u00e4nglichkeit, Spielfreude. Ein rangh\u00f6heres Tier hingegen wird seine Position verteidigen m\u00fcssen und ist dadurch mit einer leicht aggressiven Grundtendenz belastet. Am schlimmsten ist es aber f\u00fcr Hunde, wenn sie sich ihrer Postion im Rudel nicht sicher sind, weil ihre Besitzer ihnen widerspr\u00fcchliche Signale senden. Sie werden dann unausgeglichen, gereizt, beinahe unberechenbar. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihrem Hund klare Grenzen setzen und ihm stets eindeutig zeigen, welche Rolle er im Rudel inne hat!<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt eben auch, dass NICHT der Hund entscheidet, wo sein Liegeplatz ist, sondern Sie. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie ihrem Vierbeiner gerne erlauben, bei ihnen im Bett oder auf dem Sofa zu liegen. Aber eben nur dann, wenn Sie es ihm erlauben, nicht als Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wenn Sie sich unsicher sind, ob das Gleichgewicht noch stimmt, dann versuchen Sie doch einmal einfach kommentar- und grundlos ihren Hund vom Sofa zu schmei\u00dfen. L\u00e4sst er es mit sich geschehen, ist alles in Ordnung. Besteht er auf seinen Platz oder kehrt sofort dahin zur\u00fcck, ist Wachsamkeit gefragt. Knurrt er Sie aber gar an oder fletscht die Z\u00e4hne, besteht dringender Handlungsbedarf. Denn hier denkt Ihr kaltschn\u00e4uziger Freund offensichtlich, dass er es in Bezug auf seine Stellung im Rudel mit Ihnen aufnehmen kann \u2013 Gehorsam und Sicherheit sind dann nicht mehr gew\u00e4hrleistet!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens<\/strong>: Wenn Sie Ihren Hund auf seinen Platz verweisen, m\u00fcssen Sie sich keine Gedanken um sein Lebensgl\u00fcck machen &#8211; Ungl\u00fccklich wird er deswegen n\u00e4mlich bestimmt nicht sein. Das rangniedrigste Rudelmitglied ist bei Hunden kein trauriger Au\u00dfenseiter, denn Au\u00dfenseiter werden aus dem Rudel vertrieben. Ein Hund ist deshalb letztlich in dem Moment gl\u00fccklich, in dem er \u00fcberhaupt zu seinem Rudel geh\u00f6rt \u2013 egal welchen Rang er dort inne hat! Der Drang einen h\u00f6heren Rang im Rudel einzunehmen ist lediglich eine evolutionsbiologische Verhaltensweise, die gew\u00e4hrleistet, dass ein Rudel auch nach dem Tod des urspr\u00fcnglichen Leittieres noch uneingeschr\u00e4nkt \u00fcber lebensf\u00e4hig ist.<\/p>\n<h2>Nur ein gut erzogener Hund ist ein gl\u00fccklicher Hund<\/h2>\n<p>Wenn wir schon beim Thema gl\u00fcckliche Hunde sind: Am gl\u00fccklichsten machen Sie Ihren Vierbeiner tats\u00e4chlich durch eine gute Erziehung und einen festen Platz im Rudel. So kann er sich n\u00e4mlich nicht nur sicher f\u00fchlen, sondern kann auch \u00fcberall dabei sein. Denn w\u00e4hrend unerzogene Hunde, die nicht angemessen auf Kommandos reagieren, selten gern gesehen sind, kann ein gut erzogener Hund Sie jeden Tag fast \u00fcberall hin begleiten. Und genau das ist es schlie\u00dflich, was ein Hund m\u00f6chte: Nach M\u00f6glichkeit immer bei seinem Rudel sein!<\/p>\n<p>Wenn Sie klare Grenzen setzen und Ihrem Hund bestimmt und liebevoll seinen festen Platz am Ende der Rangfolge zuweisen, steht einem gl\u00fccklichen Zusammenleben von Mensch und Tier nichts entgegen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMein Hund ist f\u00fcr mich wie ein Kind!\u201c &#8211; solche oder \u00e4hnliche Aussagen h\u00f6rt man von Hundebesitzern des \u00d6fteren. 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