{"id":5936,"date":"2014-11-26T21:17:08","date_gmt":"2014-11-26T21:17:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pet-fit-shop.com\/blog\/?p=805"},"modified":"2023-04-18T15:39:53","modified_gmt":"2023-04-18T14:39:53","slug":"tollwut-hundekrankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/hunde\/tollwut-hundekrankheiten.html","title":{"rendered":"Tollwut &#8211; Hundekrankheiten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6018\" src=\"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-300x229.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-460x351.jpg 460w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-1024x781.jpg 1024w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-768x586.jpg 768w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920-1536x1171.jpg 1536w, https:\/\/www.gesund24h.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/dog-763058_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Tollwut ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Krankheiten \u2013 und das skurrilerweise ohne besonders viel \u00fcber die Tollwut bekannt w\u00e4re. Fast jeder denkt dabei nur an das stereotype Bild des tollw\u00fctigen Hundes, der mit wei\u00dfem Schaum vor dem Mund wahnhaft geifert. Tats\u00e4chlich kann diese Krankheit aber fast alle S\u00e4ugetiere treffen \u2013 auch uns Menschen. Der \u00dcbertr\u00e4ger ist in diesen F\u00e4llen meistens der beste Freund des Menschen: Der Hund, f\u00fcr den die Krankheit normalerweise t\u00f6dlich endet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Die Tollwut \u2013 ansteckend und unheilbar<\/h2>\n<p>Die Tollwut ist eine heimt\u00fcckische Krankheit: Zwar kann Sie auch nach der Infektion noch mit entsprechenden Spritzen bek\u00e4mpft werden, ist Sie aber ausgebrochen, ist eine Heilung ausgeschlossen \u2013 der Krankheitsverlauf endet immer t\u00f6dlich. Die Erreger, die diese Krankheit hervorrufen sind Viren: Neben dem bekanntesten Tollwut-Erreger, dem Rabiesvirus, sind mittlerweile noch sechs weitere, verwandte Viren bekannt, die ebenfalls verschiedene Formen der Tollwut ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen wird die Krankheit vor allem durch Wildtiere, aber auch durch infizierte Tiere aus dem Ausland. Da sich ein Gro\u00dfteil der Tollwut-Viren auf Flederm\u00e4use spezialisiert hat, sind die fliegenden S\u00e4uger weltweit der h\u00e4ufigste \u00dcbertr\u00e4ger der Krankheit. Hierzulande, wo Flederm\u00e4use eher selten sind, wird die Tollwut aber zumeist von F\u00fcchse \u00fcbertragen. Die Erreger konzentrieren sich im Speichel und werden dann durch einen Biss (in seltenen F\u00e4llen auch durch Speichel in Kratzern oder anderen Wunden) \u00fcbertragen.<\/p>\n<h2>Typische Tollwut-Symptome und Krankheitsverlauf<\/h2>\n<p>Ist der Hund durch einen Biss infiziert, hei\u00dft das nicht automatisch, dass die Krankheit auch direkt ausbricht: Je nach dem, wie weit die infizierte Wunde vom Kopf entfernt ist, desto l\u00e4nger kann es dauern, bis der Virus \u00fcber die Nervenbahnen ins Gehirn gelangt, wo er dann die letztlich t\u00f6dliche Gehirnentz\u00fcndung ausl\u00f6st. Fachleute sprechen von einer Inkubationszeit von 2-10 Wochen, in seltenen F\u00e4llen auch l\u00e4nger.<\/p>\n<h2>Ist die Krankheit ausgebrochen, verl\u00e4uft sie normalerweise in drei Phasen:<\/h2>\n<p><strong>In der ersten Phase<\/strong> kommt es zu einer deutlichen Verhaltens\u00e4nderung des Tieres. Die Tiere werden enorm kontaktfreudig, verlieren jegliche Scheu und weisen eine hohe motorische Unruhe auf. Au\u00dferdem steigt die Speichelproduktion stark an, Schluckbeschwerden, Fieber und unspezifische K\u00f6rperschmerzen k\u00f6nnen auftreten.<\/p>\n<p><strong>Die zweite Phase<\/strong> ist entweder durch rasende Wut oder komplette Apathie gekennzeichnet. In ersterem Fall wird der Hund zunehmend aggressiver und reizbarer, schnappt um sich und ist \u00fcberm\u00e4\u00dfig nerv\u00f6s und unruhig. In letzterem Fall zieht sich das Tier v\u00f6llig von der Au\u00dfenwelt zur\u00fcck, lediglich auf St\u00f6rungen reagiert es \u00e4ngstlich und gereizt. Manchmal wechseln sich diese beiden gegens\u00e4tzlichen Gem\u00fctszust\u00e4nde auch ab. K\u00f6rperlich ist ein Auftreten erster neuronaler St\u00f6rungen zu beobachten.<\/p>\n<p><strong>In der dritten Phase<\/strong> werden die Sch\u00e4den des Nervensystems offensichtlich: L\u00e4hmungen, Muskelzuckungen und Kr\u00e4mpfe qu\u00e4len den Hund, bis die fortschreitenden L\u00e4hmungserscheinungen schlie\u00dflich daf\u00fcr sorgen, dass er ins Koma f\u00e4llt und letztlich an einer Ateml\u00e4hmung stirbt.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wird von Wasserscheu, erh\u00f6hter Lichtempfindlichkeit sowie einer Empfindlichkeit gegen laute Ger\u00e4usche und intensive Ger\u00fcche berichtet. Allerdings kann es aber, wie bei vielen Krankheiten, auch bei der Tollwut zu einer Varianz der verschiedenen Symptome kommen: Nicht immer m\u00fcssen alle Anzeichen vertreten sein und nicht immer ist es m\u00f6glich, die verschiedenen Phasen klar von einander abzugrenzen. In ganz seltenen F\u00e4llen verl\u00e4uft die Tollwut-Erkrankung sogar total atypisch und zeigt lediglich die Symptome eines harmlosen Magen-Darm-Infektes \u2013 ansteckend sind die betroffenen Tiere aber dennoch.<\/p>\n<h2>Therapie und Behandlungsm\u00f6glichkeiten<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt: Ist die Tollwut einmal ausgebrochen, gibt es keine Therapiem\u00f6glichkeiten mehr. Nach Auftreten der ersten Symptome ist als Therapie nur noch die Linderung der Symptome m\u00f6glich \u2013 da diese sehr schmerzhaft und qu\u00e4lend f\u00fcr das Tier sind, ist es in vielen F\u00e4llen aber das beste, einen Hund, bei dem die Tollwut ausgebrochen ist, einschl\u00e4fern zu lassen, um ihm weitere Qualen zu ersparen.<\/p>\n<p>Ist die Krankheit aber noch nicht ausgebrochen, kann dem Hund noch geholfen werden. Wichtig ist daf\u00fcr, dass Sie direkt im Anschluss an die Infektion handeln: Reinigen und desinfizieren Sie die Bisswunde gr\u00fcndlich, um m\u00f6gliche Erreger auszusp\u00fclen. Doch w\u00e4hrend der Mensch nun bei einem Tollwut-Verdacht Vorbeugend Spritzen mit Antiserum erh\u00e4lt, sind vergleichbare Ma\u00dfnahmen bei Tieren nicht erlaubt. Laut dem <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/tiergesg\/BJNR132400013.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierseuchengesetz<\/a> besteht daf\u00fcr eine Anzeigepflicht bei Tollwut-Verdacht \u2013 wie dann mit dem Einzelfall zu verfahren ist, bestimmt der jeweilige Amtstierarzt. Die Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen von vor\u00fcbergehender Quarant\u00e4ne bis zur angeordneten T\u00f6tung des m\u00f6glicherweise infizierten Tieres reichen.<\/p>\n<h2>Beugen Sie vor<\/h2>\n<p>Zwar leuchtet es ein, dass bei einer so ansteckenden und qualvollen Krankheit wie der Tollwut rigoros gehandelt werden muss, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Dennoch erscheinen die Ma\u00dfnahmen enorm streng, vor allem, da die Erreger am lebenden Tier nicht nachgewiesen k\u00f6nnen, sondern eine endg\u00fcltige Diagnose erst am Gehirn des toten Tieres durchgef\u00fchrt werden kann. Letztlich gibt es nur einen Weg, seinem Tier dieses Schicksal sicher zu ersparen: Die Schutzimpfung. Regelm\u00e4\u00dfige Tollwutimpfungen lassen jeden Verdacht auf eine Tollwut-Infektion unbegr\u00fcndet erscheinen. Denn auch wenn Deutschland schon seit Jahren als \u201epraktische tollwutfrei\u201c gilt, k\u00f6nnen doch Tiere aus dem Ausland oder auch ein Urlaub im Nachbarland eine nicht zu untersch\u00e4tzende Infektionsgefahr bergen. Deshalb hei\u00dft es auch hier: Lieber vorbeugen, als anschlie\u00dfend Verpasstes bedauern!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tollwut ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Krankheiten \u2013 und das skurrilerweise ohne besonders viel \u00fcber die Tollwut bekannt w\u00e4re. 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