Walking ist eine Sportart, die eine Art Brückenschlag vom Wandern zum Joggen darstellt – ideal für Leute, die sich gerne bewegen möchten, die aber das Wandern oder Spaziergehen als zu langsam und das Laufen als zu schnell empfinden. Für das Walken braucht man keine besondere sportliche Ausrüstung außer geeigneten Schuhen.
Ein aktiver Einsatz der Arme und eine höhere Frequenz der Schrittfolge machen den Hauptunterschied der Sportart Walken zum alltäglichen Gehen aus. Bei idealer Körperhaltung beugt der Sportler die Arme in einem rechten Winkel und lässt sie gegenseitig zu den Beinen mitschwingen. Der Rumpf wird leicht nach vorne gebeugt; der Blick richtet sich geradeaus. Die Schultern sollten beim Walken betont locker gelassen werden. Wichtig ist auch das richtige Aufsetzen der Füße auf der Ferse mit anschließendem Abrollen von der hinteren Außenseite zur vorderen Innenseite des Fußes.
Das Walken hat im Vergleich zum Joggen den großen Vorteil, den passiven Bewegungsapparat (z.B. die Gelenke von Knie und Hüfte, die Wirbelsäule) weit weniger zu belasten – ein wichtiger Faktor vor allem für Menschen mit Gelenkerkrankungen, bei denen Jogging kontraindiziert ist. Der Kalorienverbrauch ist bei beiden sportlichen Aktivitäten nachgewiesenermaßen der gleiche, wenn sich der Sportler im gleichen Tempo fortbewegt.
Walking lässt sich auch im Bereich niedriger Intensität gut dosieren und ist daher auch für sportliche Neulinge und Widereinsteiger ideal. Im Klartext: Es gibt kein Anfänger-Joggen, wohl aber ein Anfänger-Walking! Um technisch sauber zu laufen benötigt es ein Tempo von ca. 8 Kilometern pro Stunde – für Untrainierte eine völlige Überforderung, vor allem dann, wenn man sich regelmäßig 20 – 30 Minuten pro Tag sportlich betätigen möchte.
Fazit: Walking ist eine Sportart für beinahe jedermann. Regelmäßiges Walken steigert die Fettverbrennung, hilft beim Abnehmen und verbessert die Blutfettwerte. Als mäßiges Herz-Kreislauf-Training steigert es auf ideale Weise die Ausdauer ohne zu überfordern. Der Blutdruck reguliert sich, die Atmung wird vertieft die allgemeine Leistungsfähigkeit wird gesteigert. Zusätzlich wird die Muskulatur gekräftigt, Stoffwechselerkrankungen und Knochenschwund (Osteoporose) wird vorgebeugt. Bei leichten Depressionen kann Walking sogar den Einsatz von Medikamenten überflüssig machen.