Schwangerschaftsübelkeit – das hilft Ihnen jetzt

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schwangere FrauEs gibt wenig schöneres, als zu erleben, wie in Ihrem Körper ein neues Leben heranwächst. Ein Wunschkind ist unterwegs! Wenn da nur nicht diese Schwangerschaftsübelkeit wäre! Gut 80% der Frauen leiden mehr oder weniger stark unter diesem unangenehmen Schwangerschaftssymptom. Zwischen Kloschüssel und Übelkeit kann einem dabei glatt die Freude an der Schwangerschaft vergehen – und die Autorin weiß genau wovon Sie spricht! Hier erhalten Sie viele Informationen über gute Hausmittelchen die wirklich helfen!

Woher kommt Schwangerschaftsübelkeit?

Während manche Schwangere nur eine leichte Übelkeit am Morgen verspüren, leiden andere den ganzen Tag unter heftigem Brechreiz. In manchen Fällen ist es sogar nötig, die Betroffene im Krankenhaus zu versorgen, da die anhaltende Schwangerschaftsübelkeit die Nahrungsaufnahme so sehr erschwert, dass eine Nährstoffunterversorgung von werdender Mutter und Ungeborenem droht. Von der behandlungsbedürftigen Form, dem übermäßigen Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum), wird dann gesprochen, wenn die Schwangere sich öfter als vier bis fünf Mal täglich übergeben muss oder durch die anhaltenden Beschwerden bereits mindestens 5% ihres Körpergewichtes verloren hat.

Aber egal ob leicht oder stark ausgeprägt: Der Grund für die Übelkeit ist stets der selbe. Das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) gilt als untrüglicher Nachweis einer Schwangerschaft und ist zugleich Auslöser für die typischen Schwangerschaftsanzeichen, angefangen beim Ausbleiben der Regel, über die anschwellenden Brüste, bis hin zur benannten Übelkeit.
Das Hormon wird ab dem Zeitpunkt der Einnistung produziert, der HCG-Gehalt im Blut steigt in den ersten Wochen stetig an. Ab etwa der 10 Schwangerschaftswoche etwa lässt die HCG-Konzentration dann wieder nach. Aufgabe des Hormons ist es, den Körper auf die Schwangerschaft vorzubereiten und zu verhindern, dass das Ungeborene abgestoßen wird. Ob und in welchem Grade eine Frau an der Schwangerschaftsübelkeit leidet, hängt vermutlich von ihrer Empfindlichkeit gegenüber des Hormons ab. Warum allerdings das Übelkeitsempfinden in zwei Schwangerschaften bei der selben Frau ganz unterschiedlich ablaufen kann, ist bislang nicht vollständig geklärt.
Übrigens: Daraus, wie stark die Schwangerschaftsübelkeit ist, lässt sich weder das Geschlecht des Kindes, noch dessen Gesundheitszustand ablesen, auch wenn sich diese Behauptungen hartnäckig halten.

Was tun bei Schwangerschaftsübelkeit?

Da die Übelkeit direkt mit der Ausschüttung des wichtigen Hormons HCG zusammenhängt, ist sie in den meisten Fällen kaum vermeidbar. Geht man davon aus, dass es sich dabei um eine Schutzfunktion handelt, die den heranreifenden Fötus vor der Aufnahme ungeeigneter Stoffe bewahren soll, dann wäre das zumindest eine Erklärung, weshalb manchen Schwangeren speziell beim Genuss bestimmter Lebens- und Genussmittel schlecht wird. Kaffee, Zigaretten, (rohe) Fisch und Fleischprodukte stehen dabei ganz oben auf der Liste der übelkeitserregenden Produkte bei schwangeren Frauen – und sollten in der Schwangerschaft tatsächlich nur sehr eingeschränkt genossen werden. Beschränkt sich Ihre Übelkeit auf einzelne Lebensmittel, ist es wohl das einfachste und wirkungsvollste, diese zu meiden.

Schwieriger wird es, wenn Ihnen unabhängig von bestimmten Lebensmitteln, quasi durchgängig schlecht ist – Essen ist jetzt schließlich besonders wichtig, um Sie und Ihr ungeborenes Kind mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wenn Sie wegen der Übelkeit nicht Essen können, dann kontaktieren Sie deshalb auf jeden Fall Ihren Frauenarzt und sprechen Sie mit ihm über Ihre Schwierigkeiten. Er wird beurteilen, ob Ihre Gewichtsverluste bereits bedenklich sind oder noch nicht. Im Extremfall kann der Arzt übelkeitslindernde Medikamente verschreiben oder Sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus einliefern. Und sollte es doch nicht so schlimm sein, wie empfunden, wird Sie das Gespräch mit dem Facharzt hoffentlich beruhigen.

Tipps bei Schwangerschaftsübelkeit

Damit Sie die Übelkeit nicht allzu sehr quält, haben wir ein paar Tipps gesammelt.

  • Starten Sie ruhig in den Tag, denn gerade Morgens ist die Übelkeit häufig am stärksten. Bleiben Sie nach Möglichkeit einen Moment im Bett liegen, bringen Sie Ihren Kreislauf durch „Pumpen“ mit den Händen und Fußwippen auf Trab, damit Ihr Kreislauf besser auf das Aufstehen reagiert. Ein Stückchen Traubenzucker am Bett kann ebenfalls helfen, die Übelkeit zurückzudrängen. Aber auch trockenes Brot oder Trockenfrüchte noch im Bett verspeist können eine Alternative sein.
  • Essen Sie kleine Portionen und verteilen Sie Ihre Mahlzeiten über den Tag. Dadurch wird das Essen oftmals besser vertragen, als bei große Portionen.
  • Zwieback, Haferflocken, Bananen oder Nüsse binden überschüssige Magensäure – Übelkeit wird vorgebeugt.
  • Trinken Sie ausreichend, denn durch das morgendliche Erbrechen verliert der Körper Flüssigkeit, die Sie ihm wieder zuführen müssen.
  • Kamillen- und Pfefferminztee helfen gut gegen das unangenehm flaue Gefühl im Magen. Trinken Sie den Tee über den Tag verteilt in kleinen Schlucken.
  • Ingwer wirkt Magenberuhigend und kann Erbrechen verhindern. Die Knolle ist nicht nur pur, sondern auch schokoladiert und kandiert erhältlich oder kann als Pulver, Kapsel oder Tee genossen werden.

Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Mineralien und Vitaminen: Gerade, wenn Sie nur eingeschränkt Essen können, müssen Sie sich umso bewusster ernähren. Im Zweifelsfall sind auch Nahrungsergänzungen während der Schwangerschaft eine gute Möglichkeit kurzfristigen Defiziten entgegenzuwirken: PreThis bietet Ihnen einen große Auswahl an unterschiedlichen Vitaminen und Mineralien, die Sie auch in der Schwangerschaft benötigen. Bedenken Sie dabei aber unbedingt, dass es sich nur um eine bedarfsgerechte Unterstützung handeln kann, niemals aber um eine dauerhafte Alternative zu gesunder Ernährung!

Gesunde Grüße
Ihre Sandra Marcel
Gesund24h Redaktion

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