Gesundes und ungesundes Fett

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„Fett macht fett!“ Diesen Spruch hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Bis vor einigen Jahren waren Wissenschaftler der Meinung, dass Fett zu den ungesunden Dickmachern gehört. Jetzt wurde festgestellt, dass Fette sogar vor dem gefürchteten Herzinfarkt schützen, es kommt lediglich auf die Art des Fettes an.

Gesättigte Fettsäuren sollten dem Körper nur in geringen Mengen zugeführt werden. Tierische Fette bestehen ausnahmslos aus gesättigten Fettsäuren.
Diese sind beispielsweise in Schweine- und Rindfleisch, Wurstwaren, fettreichen Käsesorten sowie Milchprodukten, vorhanden. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel und begünstigen somit auch Herz- und Kreislauferkrankungen. Deshalb sollte man gesättigte Fettsäuren nur in geringen Mengen zu sich nehmen.
Neben den gesättigten Fettsäuren gibt es zusätzliche Trans-Fette, die chemisch versetzt wurden. Trans-Fettsäure befindet sich in Lebensmitteln, die unter hohen Temperaturen hergestellt wurden wie zum Beispiel Keksen, Kartoffelchips, Fertigprodukten oder Margarine. Trans-Fette stehen sogar in Verdacht, Dickdarmkrebs auszulösen. Deshalb sollte man sie lediglich in geringsten Mengen zu sich nehmen.

Bei den einfach ungesättigten Fettsäuren handelt es sich um lebenswichtige Bausteine für den Körper. Hochwertige Quellen befinden sich zum Beispiel in Olivenöl, Oliven, Avocados sowie den meisten Nuss-Sorten. Erdnüsse bilden hier jedoch eine Ausnahme, da sie einen sehr hohen Fettanteil besitzen. Deshalb sind diese mit Vorsicht zu genießen.

Des Weiteren gibt es mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken und somit für den Körper sehr wertvoll sind. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Sojabohnen, Weizenkeimen und Weizen sowie in Ölen aus Mais und Sonnenblumenkernen vorhanden.

Zu den unverzichtbaren und lebenswichtigen Fettsäuren gehören die essenziellen Fettsäuren, zu denen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gehören. Essenzielle Fettsäuren verringern das Risiko, an Gefäßverengungen oder der koronaren Herzkrankheit, zu erkranken.
Große Mengen der lebenswichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren befinden sich in Hochseefischen wie Lachs und Hering, aber auch in hochwertigen Ölen wie Flachs- und Leinöl. Wichtige Träger der gesunden Fettsäuren sind ebenfalls Walnüsse.
Nun sollte man aber nicht denken, dass man die „ungesunden“, gesättigten Fettsäuren nur in geringen Mengen zu sich nehmen sollte und die „gesunden“ ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren in rauen Mengen konsumieren kann. Auch hier kommt es auf eine ausgewogene Mischung der Fettsorten an.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte die tägliche Verteilung der Fettsorten so aussehen: 1/3 gesättigte Fettsäure, 1/3 einfach ungesättigte Fettsäure und 1/3 mehrfach ungesättigte Fettsäure.
Zwischen der Energiezufuhr und der körperlichen Aktivität sollte stets ein ausgewogenes Verhältnis bestehen, sonst setzt der Körper Fett an. Regelmäßige körperliche Bewegung kann dafür sorgen, dass unnötige Fettpolster verschwinden.

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