Die Verdauung beschleunigen mit der Mayr-Kur

Abgelegt in  Ernährung

Die Mayr-Kur, benannt nach ihrem Erfinder, dem österreichischen Arzt Franz-Xaver Mayr, ist heute eine beliebte Art des Fastens. Hauptanliegen der Mayr-Kur ist eine natürliche Darmreinigung und Entsäuerung des Magens. Man will damit die Verdauung beschleunigen. Idealerweise wird die Kur dabei in einer spezialisierten Fastenklinik durchgeführt. Dort dauert sie etwa über drei Wochen an. Eine verkürzte Variante von sieben Tagen kann aber auch zu Hause durchgeführt werden.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Mayr-Kur mit einer Darmreinigung begonnen wird. Dies erfolgt mittels Teefasten oder auch einem Einlauf. Der Darm muss vollständig geleert sein, bevor mit der eigentlichen Mayr-Kur begonnen wird. Viele Menschen klagen während des Teefastens über einen rauen Belag auf der Zunge, der eine bräunliche Färbung annimmt und leicht klebrig ist. Dies ist jedoch völlig normal und das erste Anzeichen für die Entsäuerung.

Nach dem Teefasten folgt bei der Mayr-Kur die eigentliche Kur. Hier geht es darum, täglich fünf sehr altbackene Brötchen zu essen, gemeinsam mit einem Viertelliter Milch. Dabei werden diese Lebensmittel in fünf Mahlzeiten, die gleichmäßig über den Tag verteilt werden, eingenommen. Wichtig ist, dass die Milch nicht dem Herunterspülen der Semmeln dient, sondern dass diese „gegessen“ wird. Jeder Bissen muss bei der Mayr-Kur besonders intensiv gekaut und eingespeichelt werden. Ein Schluck Milch, der noch vor dem Herunterschlucken des Brötchens zu sich genommen wird, soll dem weiteren Einspeicheln dienen. Erst nach etwa ein bis zwei Minuten gründlichen Kauens und Einspeichelns darf der Brei aus Milch und Brötchen geschluckt werden. Durch dieses extrem langsame Kauen soll man die Verdauung beschleunigen, außerdem stellt sich das Sättigungsgefühl erfahrungsgemäß frühzeitig ein.

Wichtig ist ebenfalls, dass man sich langsam an die Rückkehr zur normalen Nahrungsaufnahme gewöhnt. In den ersten Tagen sollten deshalb salzlose Gemüsebrühen gegessen werden, um den Körper nicht zu überlasten.

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